Garage an Grundstücksgrenze überschreitet Längenhöchstmaß

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wally
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Garage an Grundstücksgrenze überschreitet Längenhöchstmaß

Beitragvon wally » 19.07.2017, 20:27

Guten Tag,

vor etwa 20 Jahren kauften wir eine inzwischen etwa 30 Jahre alte Doppelhaushälfte inklusive angebauter Garage in Nordrhein-Westfalen. Vor knapp einer Woche erreichte uns ein Brief vom Kataster- u. Vermessungsamt, der besagt, dass unsere Garage, für die damals eine Baugehemigung vorlag, nicht im Liegenschaftskataster eingetragen wurde. Wir haben uns also darum zu kümmern, dass die entsprechende Vermessung der Garage vorgenommen wird, was um die 400€ kosten soll. Dies ist zwar äußerst ärgerlich, da man schließlich einen Notar für die Überprüfung aller Formalitäten bezahlt, jedoch kein Weltuntergang.

Die Garge befindet sich an der Grenze zum Nachbargrundstück und darf somit eine Länge von 9 Meter nicht überschreiten. Eine erste Vermessung unsererseits ergab nun allerdings eine Länge von ca. 9,03 Meter bzw. 9,17 Meter wenn Dachüberhänge berücksichtigt werden. Folglich verstößt die Garage gegen die Bauverordnung, was eventuell ein Grund ist, warum diese zum damaligen Zeipunkt nicht von dem Vorbesitzer eingetragen wurde.

Meine Frage ist nun einerseits welche rechtlichen Konsequenzen uns drohen können, spricht kann das Amt uns auferlegen die Garage einzureißen bzw. soweit zu verkürzen, dass sie die Bestimmungen erfüllt? Und andererseits welche Möglichkeiten es gibt die Garage, so wie sie da steht, beizubehalten, Stichwort Baulast?


Mit freundlichen Grüßen,

Wally

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P. Lahm

Re: Garage an Grundstücksgrenze überschreitet Längenhöchstmaß

Beitragvon P. Lahm » 19.07.2017, 21:42

Ruhe bewahren!
Das Vermessungsamt ist daran interessiert, dass Pläne und Wirklichkeit übereinstimmen. Das kann man mit der offenbar jetzt verlangten Einmessung hinbekommen.
Das Bauaufsichtsamt - zuständig für die Übereinstimmung der gebauten Wirklichkeit mit dem Baurecht - erfährt davon zumeist gar nichts. Ohne besonderen Anlass wird es sich mit der Garage vermutlich gar nicht befassen. Zumal das Hauptmotiv für bauaufsichtliches Tätigwerden in diesem Bereich - Nachbarbeschwerden - ja offensichtlich in den letzten 20 Jahren kein Thema war.


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