Bauen außerhalb B-Plan - Nachbarn

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Wirwollenbauen123
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Bauen außerhalb B-Plan - Nachbarn

Beitragvon Wirwollenbauen123 » 01.11.2017, 18:57

Hallo zusammen,

wir haben ein Grundstück gekauft wofür es auch einen Bebauungsplan aus den 50er Jahren gibt, welcher auch noch Gültigkeit hat.
Nun wollen wir unser Haus nicht wie laut B-Plan im vorderen Teil des Grundstückes bauen, sondern im hinteren Teil.
Sonst wird alles eingehalten was der B-Plan verlangt inkl. Abstandsflächen, etc.

Da es aber nun eine Bebauung komplett außerhalb des Baufensters ist, müssen wir natürlich den Nachbarn beteiligen bzw seine Zustimmung einholen.
Jedoch gibt es schon eine genehmigte Bauvoranfrage für unser Bauvorhaben jedoch mit dem Hinweis, dass der Nachbar noch gefragt werden müsste, aber baurechtlich könnte der Bau so realisiert werden.

Wir haben nun Bedenken, dass wir die Zuszimmug des Nachbarn nicht bekommen, da das Haus nun neben seinem Garten stehen würde.
Wie sehen hier die Rechte des Nachbarn aus?
Was könnt ihr uns raten. Fakt ist auch, dass wir den Bau nicht ewig in die Länge ziehen wollen und eigentlich rechtliche Schritte vermeiden möchten. Nicht zuletzt aus dem Grund dass man ja Nachbarn sein wird -:)

Danke schon einmal im Voraus.
LG Bernd

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Sebastian Veelken
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Re: Bauen außerhalb B-Plan - Nachbarn

Beitragvon Sebastian Veelken » 01.11.2017, 21:55

"Hinweis" und "müssen wir natürlich den Nachbarn beteiligen bzw seine Zustimmung einholen" klingt mir jetzt ein bißchen zu ungenau, wenn es gleichzeitig schon eine "genehmigte Bauvoranfrage" geben soll.
Was genau hat die Bauaufsichtsbehörde schon beschieden und was nicht?
Dabei unterstelle ich - weil Sie nichts Gegenteiliges sagen - dass der Vorbescheid noch gültig ist, und dass das das neue Vorhaben mit dem damals vorbeschiedenen übereinstimmt.

Dann würde ich aber doch vermuten wollen, dass die Bauvoranfrage gerade deshalb gestellt wurden, weil man Klarheit über die Realisierbarkeit des Vorhabens an der geplanten Stelle bekommen wollte. Was soll so eine "Entscheidung" wert sein, wenn sie am Ende doch vom freien (?) Willen des Nachbarn abhängen soll. (Es wurden ja vermutlich sogar Gebühren bezahlt?!)
Oder hat man in der Bauvoranfrage ausgerechnet das erkennbar wichtigste Thema - objektive Vereinbarkeit der wohl beantragten Befreiung mit nachbarlichen Belangen - ausgeklammert?
Dazu gibt es hier eine allgemeine Abhandlung aus Sicht des Bauherrn.
Denn Sie sehen es schon richtig, wenn Sie beim Nachbarn erst einmal die Pferde scheu machen, dann können Sie sich später nicht mehr so leicht darauf zurückziehen, dass dessen Zustimmung nicht erforderlich sei.
Hier kann es sich absolut lohnen, vor irgendwelchen Kontakten zum Nachbarn den Rat eines versierten Rechtsanwaltes (öffentliches Baurecht) einzuholen. Denn egal wie Sie auf den Nachbarn zugehen wollen - Sie müssen vorher absolut sicher wissen, worauf Sie Anspruch haben und worum Sie bitten müssen.


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