Teilung eines unbebauten Grundstücks (mit Baugenehmigung)

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Hans Bauknecht

Teilung eines unbebauten Grundstücks (mit Baugenehmigung)

Beitrag von Hans Bauknecht » 18.02.2013, 14:35

§ 8 Abs.1 BauO NRW spricht von bebauten Grundstücken. Ist es richtig, dass ein unbebautes Grundstück, für das bereits eine rechtskräftige Baugenehmigung für drei Wohnhäuser mit Garagen vorliegt, die aber noch nicht umgesetzt wurde (mit den Bauarbeiten wurde auch noch nicht begonnen), ohne Teilungsgenehmigung der Bauaufsichtsbehörde geteilt werden darf, weil das Grundstück faktisch noch unbebaut ist?

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Sebastian Veelken
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Re: Teilung eines unbebauten Grundstücks

Beitrag von Sebastian Veelken » 18.02.2013, 21:44

Ja, aber da Sie die bislang offenbar nicht ausgeschöpfte Baugenehmigung schon explizit erwähnen:
Die Baugenehmigung gilt nur für das Baugrundstück, das Gegenstand des Bauantrages war (sprich: das ungeteilte große). Sie kann also auf dem geteilten Grundstück nicht mehr ausgeschöpft werden.

Werner Wernersen

Re: Teilung eines unbebauten Grundstücks (mit Baugenehmigung

Beitrag von Werner Wernersen » 26.02.2013, 11:27

Eine interessante Ergänzung wäre dieser Sachverhalt: Vor Baubeginn werden die einzelnen Grundstücke durch Vereinigungsbaulast wieder vereint. Was dann? Könnte die Baugenehmigung dann wieder ausgeschöpft werden?

sushi-b
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Re: Teilung eines unbebauten Grundstücks (mit Baugenehmigung)

Beitrag von sushi-b » 12.07.2018, 15:07

Noch eine Interessante Variante:
Was ist, wenn ein Teil der Baugenehmigung umgesetzt wurde und dann geteilt wird?
a) Verfällt der Rest?
b) Verfällt er auch dann wenn, zeitgleich eine Vereinigungsbaulast eingetragen wird?
c) Oder gilt etwa der bereits gebaute und fertig gestellte Teil als "Baubeginn für alles" und die Baugenehmigung bleibt gültig?
Dann ergäbe sich die Frage, wie groß der zeitliche Abstand zwischen den Bauabschnitten sein darf?
Was ist, wenn die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes mehr als drei Jahre zurück liegt?

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