Hochterrasse genehmigungspflichig?

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Holgi

Hochterrasse genehmigungspflichig?

Beitrag von Holgi » 19.11.2017, 23:09

Sehr geehrter Herr Veelken, sehr geehrte Foristen,

erst einmal einen großen Dank an den Betreiber dieses Forums und die Mitforisten für die Beantwortung der Anfragen.

Nachdem ich zu meinem Fall quasi nichts an entsprechenden Vorschriften im Internet gefunden habe, bitte ich auf diese Weise um Einschätzung ob mein Bau-Vorhaben (falls es denn überhaupt als solches baurechtlich zu betrachten ist) genehmigungsfrei bzw. -pflichtig ist.
Ausgangslage:
Bei meinem Reiheneckhaus und meinem direkten Nachbarn wurden an den Ausgängen der Wohnzimmer zum Garten bauträgerseitig ineinanderübergehende Aufschüttungen von 1,70m Höhe, 3m Tiefe und 3m Breite als Terrasse angebracht. Hausbreite 6,25cm bei mir. Der Wohnzimmerboden befindet sich ca. 1,80m oberhalb des Straßenniveaus, da die Häuser als Teil-Splitlevel erstellt wurden. Die vom Nachbarn und mir jeweils über der Aufschüttung erstellte Holzterrasse von jeweils etwa 6x6m wird bei mir in gleicher Größe ersetzt durch eine neue Holzterrasse mit Stahlunterkonstruktion wg. der längeren Haltbarkeit. Diese wird sowohl auf der Aufschüttung aufliegen/befestigt sein (ohne feste Verbindung zum Haus) als auch auf Stahlpfosten stehen. Mindestabstände zu Grundstücksaussengrenzen werden eingehalten. Der Metallbauer hat extra eine Statik anfertigen lassen. Meine vorsichtshalber erstellte Anfrage an das Bauaufsichtsamt ergab, dass die Terrasse genehmigungspflichtig sei, "wegen der Höhe" (genauere Angaben oder Gründe wurden nicht mitgeteilt). Ist dem tatsächlich so? Mit den im Internet verfügbaren Informationen bin ich davon ausgegangen, dass Terrassen genehmigungsfrei sind. Auf welche Vorschriften beruft sich der/die Mitarbeiter/in des Bauaufsichtsamtes?

Wie müsste der Bauantrag gegebenenfalls zu stellen sein? Gibt es hier ein evtl. ein vereinfachtes Verfahren mit einem formlosen Antrag mit einer genauen Beschreibung des Ganzen und Lageplan beigefügt? Die erhältlichen Antrags-Formulare treffen meines Erachtens auf meinen Fall nicht zu und wären zu aufwendig in der Erstellung. Ich baue ja kein Haus und ein Sonderbau ist es auch nicht. An Fachleuten reichen mir bisher der GaLa-Bauer und der Metallfachbetrieb.

Für ein paar erhellende Zeilen wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

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