Bestandsschutz nachweisen bei älteren Gebäuden: Mögliche Quellen und Beweismittel

Hier finden Sie in loser Folge kleinere Artikel zum öffentlichen Baurecht in Nordrhein-Westfalen.
Antworten
Benutzeravatar
Sebastian Veelken
Beiträge: 1082
Registriert: 11.09.2006, 21:46
Wohnort: Düsseldorf

Bestandsschutz nachweisen bei älteren Gebäuden: Mögliche Quellen und Beweismittel

Beitrag von Sebastian Veelken »

An anderer Stelle wird in diesem Forum bereits ausgeführt, was es mit dem Bestandsschutz auf sich hat, und dass er sich vollständig in der Regel nur durch eine Baugenehmigung nachweisen läßt.
Bei Gebäuden aus einer Zeit, für die die zuständige Bauaufsichtsbehörde nicht mehr über Akten verfügt, kommen unter Umständen auch noch andere Ansätze in Frage. Die meisten Bauaufsichtsbehörden können jedenfalls ab dem Ende des zweiten Weltkriegs auf vollständige Unterlagen zurückgreifen.
Ältere Bauakten sind machnmal durch Kriegseinwirkungen verloren gegangen - in Ausnahmefällen kann dies aber auch in jüngerer Zeit einmal geschehen, z.B. durch Brände oder Wasserschäden im Archiv.
Zum Beispiel:
  • Alte Landkarten oder Katasterkarten, abrufbar z.B. für Karten aus der Zeit vor 1945 bei tim-online.nrw.de, Topographische Karten => historische topographische Karten
  • Luftbilder der allierten Luftaufklärung, als Preview abrufbar und ansonsten käuflich zu erwerben z. B. bei der schottischen (!) "National Collection of Aerial Photography"
Die Darstellung "Ihres" Gebäudes auf einer solchen Abbildung mag zwar keinen Beweis darstellen, sie kann aber im Einzelfall zumindest dazu dienen, glaubhaft zu machen, wie lange das Gebäude unbeanstandet steht.
Antworten